Die Rekrutierung dauert zwei bis drei Tage mit Übernachtung im Rekrutierungszentrum, und die Packliste dafür ist kurz: Marschbefehl, Ausweis, ein Brillen- oder Kontaktlinsenrezept, das nicht älter als 12 Monate ist, Sportausrüstung für drinnen und draussen, Übernachtungssachen und etwas Bargeld. Das ist die offizielle Liste der Armee. Dazu kommen ein paar Dinge, die auf keiner Liste stehen, aber den Aufenthalt spürbar leichter machen. Nicht zu verwechseln mit der Packliste für die RS: Dort geht es um 18 Wochen, hier um drei Tage mit Tests.
Die offizielle Packliste der Armee
Gemäss armee.ch nimmst du an die Rekrutierung mit:
| Kategorie | Was genau |
|---|---|
| Dokumente | Marschbefehl (gilt als ÖV-Fahrausweis), persönlicher Ausweis (ID oder Pass) |
| Medizinisch | Brillen- oder Kontaktlinsenrezept, nicht älter als 12 Monate; Impfausweis; Kontakt deiner Ärztin oder deines Arztes; private Notfalladresse |
| Sport | Sportausrüstung für drinnen und draussen, Hallenschuhe und Laufschuhe |
| Übernachten | Wechselkleider, Toilettenartikel, Badetuch, Hausschuhe |
| Praktisch | Trinkflasche, etwas Bargeld für Kiosk und Automaten |
Massgebend ist immer dein persönliches Aufgebot. Steht dort etwas Abweichendes, gilt das Aufgebot.
Der Punkt, den fast alle vergessen: das Brillenrezept
Der Sehtest ist eine der fünf Stationen der medizinischen Untersuchung. Wer Brille oder Linsen trägt, braucht ein aktuelles Rezept, nicht älter als 12 Monate. Das ist der am häufigsten vergessene Punkt der ganzen Liste, weil das letzte Rezept bei vielen Jahre zurückliegt. Termin beim Optiker oder Augenarzt einige Wochen vor der Rekrutierung buchen, dann ist es erledigt.
Medizinische Unterlagen: was mitkommt
Die Rekrutierung entscheidet über deine Tauglichkeit. Alles, was die Ärztinnen und Ärzte über deinen Gesundheitszustand wissen sollten, gehört deshalb in die Tasche:
- Arztberichte zu bekannten Diagnosen, Operationen oder chronischen Beschwerden, etwa Asthma, Allergien, Knie- oder Rückenprobleme.
- Medikamente, die du regelmässig nimmst, zusammen mit einem ärztlichen Attest dazu.
- Impfausweis, auch wenn er unvollständig ist.
Ein Befund ohne Unterlagen kann an der Rekrutierung nicht sauber beurteilt werden. Wer seine Berichte dabeihat, erspart sich Rückfragen und im schlechtesten Fall eine spätere Neubeurteilung.
Sportausrüstung: für den Fitnesstest
An Tag 1 absolvierst du den Fitnesstest der Armee (FTA): fünf Disziplinen, maximal 125 Punkte. Vier davon finden in der Halle statt, der progressive Ausdauerlauf je nach Zentrum drinnen oder draussen. Deshalb verlangt die Armee Ausrüstung für beides:
- Hallenschuhe mit heller oder abriebfester Sohle für Standweitsprung, Medizinballstoss, Einbeinstand und Rumpfkrafttest
- Laufschuhe, eingelaufen, keine neuen
- Sportkleidung für draussen je nach Jahreszeit, plus eine Schicht zum Wechseln
Dein Punktetotal fliesst direkt in die Funktionszuteilung ein. Wer eine sportlich anspruchsvolle Funktion anstrebt, packt die Schuhe ein, mit denen er trainiert hat.
Was nicht auf der Liste steht, aber hilft
- Ohrstöpsel. Du schläfst im Mehrbettzimmer. Mindestens einer schnarcht.
- Ladekabel und Powerbank. Steckdosen sind knapp, und zwischen den Stationen gibt es Wartezeit.
- Etwas zu lesen oder Kopfhörer. Die Rekrutierung besteht zu einem guten Teil aus Warten.
- Kleine Snacks und die Trinkflasche gefüllt. Zwischen Psychotest und Sporttest liegt nicht immer eine Mahlzeit.
- Ein Zettel mit deinen Funktionswünschen. Erstwunsch plus zwei Alternativen mit Begründung. Das Zuteilungsgespräch an Tag 2 ist der Moment, in dem sich Vorbereitung am meisten auszahlt. Alle 125 Funktionen mit Anforderungen vergleichst du am besten vorher, nicht im Gespräch.
- Lehrvertrag, Studienbestätigung oder Arbeitsvertrag als Kopie, falls du beim Dienstmodell oder beim Zeitpunkt der RS Wünsche begründen willst.
Was du zu Hause lässt
- Wertsachen. Kein Tresor, viele Menschen.
- Messer und Multitools. Bringen dir nichts und führen bei Kontrollen zu Diskussionen.
- Zu viel Kleidung. Drei Tage, ein Rucksack. Alles, was du mehr mitnimmst, trägst du zwischen den Stationen selbst.
Der Abend davor
Schlaf ist die beste Vorbereitung, die es für die Rekrutierung gibt. Psychologische Abklärung und Fitnesstest liegen am selben Tag, und beide bestrafen eine kurze Nacht doppelt. Rucksack am Vorabend packen, Marschbefehl und Ausweis obenauf, Wecker stellen.
Was dich an den drei Tagen erwartet, Station für Station: Rekrutierung: So laufen die 2 bis 3 Tage ab.
Quellen: armee.ch — Rekrutierungstage, armee.ch — Medizinische Tests, BASPO — Fitnesstest der Armee
Häufige Fragen
Was muss ich an die Rekrutierung mitnehmen?
Marschbefehl und persönlicher Ausweis, ein Brillen- oder Kontaktlinsenrezept nicht älter als 12 Monate, Impfausweis und Arztkontakt, Sportausrüstung für drinnen und draussen, Übernachtungssachen mit Wechselkleidern, Toilettenartikeln, Badetuch und Hausschuhen sowie Trinkflasche und etwas Bargeld. Massgebend ist dein persönliches Aufgebot.
Übernachte ich an der Rekrutierung?
Ja. Die Rekrutierung dauert zwei bis drei Tage, und du übernachtest im Rekrutierungszentrum. Deshalb stehen Wechselkleider, Toilettenartikel, Badetuch und Hausschuhe auf der offiziellen Liste. Ohrstöpsel sind nicht vorgeschrieben, aber sinnvoll.
Brauche ich an der Rekrutierung Sportkleider?
Ja, für drinnen und draussen. An Tag 1 absolvierst du den Fitnesstest der Armee mit fünf Disziplinen. Hallenschuhe für die Halle, eingelaufene Laufschuhe für den Ausdauerlauf und Kleidung zum Wechseln.
Was passiert, wenn ich das Brillenrezept vergesse?
Der Sehtest ist Teil der medizinischen Untersuchung. Ohne aktuelles Rezept fehlt der Ärztin oder dem Arzt eine Angabe für die Beurteilung. Besorge das Rezept einige Wochen vor der Rekrutierung beim Optiker oder Augenarzt, es darf nicht älter als 12 Monate sein.
Wie viel Bargeld nehme ich an die Rekrutierung mit?
Wenig. Die Verpflegung ist organisiert, Bargeld brauchst du für Kiosk und Automaten. Ein kleiner Betrag in Noten und Münzen reicht für drei Tage.
Leandro Ferrari
Ausgehoben als Grenadier, Einheitssanitäter in Airolo, Wachtmeister und Leutnant ganz abverdient, heute in der Kommunikationsausbildung. Armeekompass ist sein Projekt.
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